Anfang 2025 führte wir im Auftrag eines langjährig befreundeten Ingenieurbüros eine Laserscanning-Vermessung an einer historischen Talsperre in NRW durch. Die über 100 Jahre alte Bogengewichtsmauer ragt von der Gründungssohle über 40 Meter in die Höhe und weist eine maximale Wandbreite von knapp 40 Metern auf.
Die zugehörigen Stadtwerke beabsichtigen in naher Zukunft umfangreiche Sanierungs‑ und Modernisierungsarbeiten an der historischen Talsperre durchzuführen, für die aktuelle Bauwerksdaten essenziell sind. „Oberhalb und unterhalb der Staumauer verlaufen zahlreiche Verrohrungen, die für die geplanten Arbeiten millimetergenau erfasst werden müssen,“ erklärt der Geschäftsführer der PV ANSPERGER mbH, Hendrik Putsch.
Dazu setzten wir einen terrestrischen Scanner ein, der u.a. in und an den Entnahmetürmen der Staumauer zum Einsatz kam. Um auch die Sohle der 40 Meter tiefen Talsperre zu vermessen, haben wir zudem Industriekletterer in die Benutzung des Scanners so eingewiesen, dass sie sich gemeinsam mit der Messtechnik im Schacht abseilen konnten, um an der Sohle präzise Punktwolken aufzunehmen.
So entstanden rund zehn weitere Scans, die wir dann mit den ergänzenden Messdaten im Innendienst zu einem durchgängigen Modell von Stollen und Entnahmeschächten zusammengesetzt haben, um schließlich ein detailgetreues digitales Abbild der komplexen Anlagenstruktur vorlegen zu können.
Die zentrale Herausforderung war laut Putsch, die Schachttiefe mit der Geländeoberfläche zu referenzieren, um den Schacht exakt mit der Außengeometrie zu verknüpfen. Mit den erzeugten Punktwolken erhielten die Stadtwerke schließlich eine hochauflösende Bestandsaufnahme, die es den Planungsingenieuren des beauftragenden Ingenieurbüros ermöglicht, sich optimal auf die bevorstehenden Modernisierungsarbeiten vorzubereiten.