Unsere PV ANSPERGER mbH hat ihre Kompetenz im Bereich Building Information Modeling (BIM) weiter ausgebaut. Mit zwei neuen buildingSMART-Zertifikaten sind wir im BIM-Bereich nun noch stabiler aufgestellt. Eine Mitarbeiterin unseres Unternehmens sowie Geschäftsführer Jörg van Kesteren haben die entsprechende Fortbildung im Mai erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt verfügen wir damit über drei buildingSMART-Zertifikate.

„Wir werden immer stärker mit BIM-Themen konfrontiert – sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau. Bereits heute bearbeiten wir neben Hochbauprojekten auch erste Tiefbau-Pilotprojekte mit BIM-Bezug, unter anderem mit einem großen Fernleitungsnetzbetreiber“, sagt der Geschäftsführer.

Die Schulungen erfolgten auf unterschiedlichen Wegen: Unsere Mitarbeiterin absolvierte die Fortbildung online, van Kesteren nahm an einer dreitägigen Präsenzschulung an der Jade Hochschule in Oldenburg teil. Angeboten wurde diese über das Institut für Rohrleitungsbau Oldenburg. Im Anschluss legten beide die Prüfung erfolgreich ab.

Building Information Modeling verändert die Zusammenarbeit in Bau- und Infrastrukturprojekten massiv. Während bisher Pläne, Fachinformationen, Schriftverkehr und Änderungsstände häufig getrennt entstehen und anschließend abgeglichen werden müssen, setzt BIM auf strukturierte digitale Prozesse. So finden Fachmodelle, Datenstände und Kommunikation zentral zusammen, etwa über eine Common Data Environment, kurz CDE.

„BIM ist eben nicht nur das 3D-Modell. Es ist eine umfassende Methode, Projekte zu steuern, zu bearbeiten und Daten auszutauschen“, erklärt van Kesteren. Gerade für Ingenieurbüros im Vermessungswesen wird diese Arbeitsweise zunehmend relevant. Sie schafft mehr Transparenz über Planungsstände, erleichtert die Abstimmung zwischen Projektbeteiligten und reduziert Reibungsverluste.

In BIM-konformen Projekten arbeiten die Beteiligten also nicht mehr nebeneinander in getrennten Datenbeständen her, sondern mit klar definierten Informationsstrukturen quasi zusammen. Änderungen sind so nachvollziehbarer, Modellstände aktueller, Abstimmungen präziser. „Das heißt: Alle arbeiten in einem Datenmodell und sehen, was der andere gerade macht“, sagt van Kesteren.

Auch der Austausch mit anderen Ingenieurbüros zeigt, wie stark die Themen Digitalisierung, KI und BIM die Branche bereits prägen. Bei einer Unternehmerwerkstatt zu diesen Themen ging es unter anderem darum, welche Anwendungen sich in der Praxis bewähren, wo noch Schnittstellenprobleme bestehen und wie sich Projektprozesse verändern. Für uns ist die erweiterte Zertifizierung deshalb vor allem eines: ein wichtiger Baustein für die tägliche Arbeit von Heute und Morgen.