Parkhaus mit Schwächen

2019-10-09T14:07:09+01:0022. August 2019|

Im Juni haben wir im Auftrag eines Architekturbüros den Baukörper eines zweigeschossigen Parkhauses in Aachen von innen und außen gescannt. Das Parkhaus aus den 1970er Jahren ist zum Teil stark sanierungsbedürftig, wobei die untere Etage bereits komplett gesperrt ist und mit Hilfe zahlloser Metallstützen stabilisiert wird. Die obere Etage wird noch genutzt. Darüber befindet sich ein Einkaufszentrum.

Für die bevorstehende Sanierung haben wir nun an mehreren Tagen zahlreiche Laser-Scans durchgeführt. Im Nachgang erhält unser Kunde zur Dokumentation die Scandaten, die er wiederum mit Hilfe eines Viewers betrachten kann. Zudem haben wir die Grundrisse jeder Etage erstellt und bereits alle für uns sichtbaren Wasserschäden oder anderweitige physische Schäden eingezeichnet, wie zum Beispiel Risse in der Wand, freiliegende Stahllegierungen und vieles mehr. Ergänzend zu unseren Messungen haben wir auch noch Farbfotos erstellt, die in die gesamte Dokumentation einfließen und so auch neben einer analytischen Betrachtung die reale Situation abbilden.

Da sich das Parkhaus insgesamt absenkt, haben wir darüber hinaus ein Falschfarbenbild angefertigt, das Höhenunterschiede farblich kenntlich macht: „Je höher ein Bereich ist, desto wärmer die Farbe. So können wir auch geringste Niveauunterschiede optisch sichtbar machen, um beispielsweise das Abfließen von Wasser zu erklären“, weiß unsere Vermessungsingenieurin Simone Sprick.

Da zum Parkhaus keine aktuellen Bestandspläne mehr existieren, klären die neuen Pläne den IST-Zustand und bilden für den Statiker zugleich das aktuelle Basismaterial für die anstehenden Sanierungsarbeiten.