Elf Kilometer Leitung sind verlegt, die Bauarbeiten finalisiert, doch für uns als PV ANSPERGER mbH war die Arbeit damit noch nicht beendet. Erst im September 2026 konnten wir ein mehrjähriges Infrastrukturprojekt im westlichen Münsterland endgültig abschließen. Zuletzt galt es, sämtliche Vermessungsergebnisse aufzubereiten, die tatsächliche Lage der neu gebauten Wasserstoffleitung zu dokumentieren und die zugehörigen Datenbanken zu vervollständigen.

Begonnen hatte unser Auftrag bereits 2022. Damals erfassten wir den geplanten Leitungsverlauf aus der Luft sowie mit Messtrupps vor Ort und erstellten auf dieser Basis Trassierungspläne. Auf dieser Grundlage konnten die weiteren Planungs- und Genehmigungsschritte erfolgen. 2025 begann der Bau der Leitung, den unsere Vermessungstechniker und -ingenieure ebenfalls begleiteten. Mit der abschließenden Bestandsdokumentation endete nun die letzte Projektphase.

„Bevor wir überhaupt anfangen zu trassieren, gibt es Machbarkeitsstudien und grundlegende Überlegungen, wo eine Leitung überhaupt verlaufen kann. Das heißt: Es sind immer mehrjährige Gesamtprojekte“, erklärt Geschäftsführer Jörg van Kesteren.

Tatsächlich beginnt die Planung großer Infrastrukturvorhaben häufig Jahre vor dem eigentlichen Baubeginn. Für den Neubau von Wasserstoffleitungen veranschlagt das Bundeswirtschaftsministerium insgesamt etwa fünf bis acht Jahre. Die Dauer hängt unter anderem von den Genehmigungsverfahren, den örtlichen Bedingungen und der Länge der Trasse ab.

Das aktuelle Projekt zeigt zugleich, wie weit unsere Aufgaben über die ersten Geländeaufnahmen hinausreichen. Die endgültige Bestandsdokumentation hält fest, wo die Leitung tatsächlich verläuft. Die entsprechenden Informationen stehen dem Netzbetreiber damit auch für den späteren Betrieb, die Wartung und weitere Planungen zur Verfügung.

Die elf Kilometer lange Leitung ist inzwischen fertiggestellt und technisch betriebsbereit. Der Anschluss an das künftige Wasserstoffnetz steht noch aus. Doch für uns ist das Projekt nach mehr als vier Jahren damit erfolgreich abgeschlossen.

Foto: OGE