Vor drei Jahren besuchten wir die 1913 eröffnete Große Seeschleuse in Emden das letzte Mal, um dort zahlreiche Vermessungen durchzuführen. Nun wurden wir erneut um Mithilfe gebeten, weil die Sanierungsarbeiten an diesem nach wie vor in Betrieb befindlichen Bauwerk noch nicht abgeschlossen sind. Also scannten wir im Juni an vier weiteren Tagen vor Ort mit einem Zweierteam zahlreiche Notschützanlagen, wobei manche Aggregate unter der eigentlichen Wasserlinie lagen. Mit Hilfe eines Überkopfstativs haben wir dazu den 3D-Laserscanner bis zur Oberfläche herabgelassen. Ergänzend dazu haben wir einige Sohlen unter der Wasseroberfläche mit einem Kanalmessstab vermessen.

Und: In Absprache mit den Verantwortlichen für den Schleusenbetrieb wurden manche für uns relevanten Bereiche sogar trockengefahren, damit wir die notwendigen Messungen überhaupt durchführen konnten. Die Große Seeschleuse soll im Rahmen der Sanierungsarbeiten nicht nur technisch modernisiert, sondern auch um einige Meter angehoben werden. Ein Gesamtprojekt, mit beeindruckenden Ausmaßen, wenn man bedenkt, dass die Schleuse bei ihrer Eröffnung mit einer maximalen Lebensdauer von 100 Jahren kalkuliert wurde und nun mindestens weitere 20 Jahre den Wasserstand für ein- und ausfahrende Schiffe regulieren soll. Mit unserer Hilfe.